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Für Schwangere gilt: Mit Bedacht genießen

wissen_logoEin Dauerthema in diversen Foren ist die Wirkung von Lakritz auf Schwangere. Da wird, in meinem Auge, viel Hysterie verbreitet. Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, dass ich eine kurze und knappe Beschreibung dessen, was zu dem Thema zu sagen ist, gefunden habe.

Der Beitrag befasst sich erfreulich unemotional und informativ mit dem Thema.

Wenn es einer Schwangeren seelisch nicht gut geht, muss sich das nicht unbedingt auf das Kind übertragen. Wie die britische Zeitung „Daily Telegraph“ berichtet, haben Forscher aus Schottland und Israel in der Plazenta eine Art Schutzfilter entdeckt. Es ist ein Eiweiß, das verhindert, dass sich die Stresshormone auf den Fötus übertragen. Die Ärzte fanden dieses Eiweiß in großen Mengen in der Plazenta und auch im Gehirn von Babys. Aber: Bei einigen Müttern funktioniere dieser Schutz nicht richtig. Deren Kinder hätten ein höheres Risiko später sehr ängstlich zu sein oder unter Depressionen zu leiden. Bei Experimenten mit Ratten fanden die Wissenschaftler heraus, dass dieser Schutzfilter durch eine Süßigkeit deaktiviert werden kann – nämlich Lakritz. Studien mit Schwangeren in Finnland, wo viel Lakritz gegessen wird, legen nah, dass der gleiche Effekt auch bei Menschen eintritt – zumindest, wenn die Frau extrem viel Lakritz isst, also etwa eine Packung pro Tag.

Veröffentlicht von DRadio Wissen unter CC-Lizenz

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook.

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