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Der Lakritzabusus

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Immer wieder tauchen Beiträge in den verschiedensten Medien auf, die vor dem übermäßigen Verzehr unserer Lieblingsnascherei warnen und auch darauf hinweisen, dass Lakritz in der Schwangerschaft ein Teufelszeug sei.

Ich bin dem Mal auf den Grund gegangen und habe zusammengetragen, was denn so ein übermäßiger Genuss von Lakritz (Lakritzmissbrauch), denn genau das meint der Begriff Lakritzabusus, denn tatsächlich bewirkt. So streng medizinisch und physilologisch betrachtet.

Lakritz enthält gekanntlich den Wirkstoff Glycyrrhizin. Dabei handelt es sich um ein Saponin aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra).
Funfact: diese Sopanine sind auch der Grund, warum Süßholz bei der Produktion von Feuerlöschern zum Einsatz kommen.

Glycyrrhizin bewirkt eine Hemmung der 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase. Dieses Enzym katalysiert unter physiologischen Bedingungen in der Zelle die Umwandlung des Glukokortikoids Cortisol in die biologisch inaktive Form Cortison.

Damit wird verhindert, dass Cortisol intrazellulär unspezifisch an Mineralkortikoid-Rezeptoren bindet und mineralkortikoide Wirkungen auslöst.

Bei übermäßigem Lakritzgenuss entstehen also, durch die Hemmung des Enzyms, Aldosteron-ähnliche Wirkungen (Pseudohyperaldosteronismus).

Dazu zählen unter anderem:

Fazit: Ich bleibe bei dem, was ich schon lange empfehle: Maßhalten! 🙂

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.

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