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Die etwas andere Apotheke – Candy Doc, Wien

Wien und eigentich ganz Österreich sind ja nicht dafür bekannt, dass Lakritz dort zu den beliebtesten Süßigkeiten gehört. Ich habe da letztes Jahr auch meine eigenen Erfahrungen bei der Nachschubbeschaffung machen können.

Dieses eher spärliche Angebot, auch in führenden Supermarktketten wie Hofer, Spar, Penny oder Billa, führt wohl auch dazu, dass ich immer wieder mal lese oder höre wie dort verzweifelt nach Lakritz gesucht wird und z.B. in Foren Einkaufgemeinschaften gebildet werden um die Beschaffung ggf. auch über das benachbarte Ausland zu sichern.

Da können sich Lakritzfans in felix Austria freuen, dass es seit 2011 in Wien den Candy Doc gibt, der auch Lakritz verschreibt. Die Idee hat „Dr. can.“ Guido A. Haugg aus den USA mitgebracht .
candy-doc_logoDie Lakritzverschreibung macht er aber sozusagen nur auf explizite Nachfrage und Privatrezept, denn im Verkaufsraum vom Candy Doc wird man vergeblich nach Lakritz suchen. Der Betreiber informierte mich, dass das Lakritz dort nicht angenommen wurde und die Ware durch die langen Lagerzeiten hart wurde. So wird sichergestellt, dass auch Lakritzfreunde stets frische Ware erhalten. Hat ja schon was von Flüsterkneipe 🙂

Und die Form des Angebotes ist einen Blick wert. Gibt es in der Form in Deutschland m.W. nicht 😉
candy-doc_innenDie Süßigkeiten werden hier in Medikamentengläser verschiedener Größe vertrieben, die mit unterschiedlichsten Beschriftungen, je nach Kundenwunsch, versehen werden. Diese Möglichkeit wird auch im Onlineverkauf geboten, wo diverse Mischungen angeboten werden. So auch eine aus Lakritz.

Aktuell stehen etwa 15 verschiedene Sorten Lakritz auf der Auswahlliste. Das Angebot umfasst salzige und süße Lakritze, harte und weiche und auch mit Salmiak. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Form gelegt, damit die Lakritze in den Medikamentengläsern gut zur Geltung kommt.

Und so sieht es dann aus wenn die Ware abgefüllt ist:candy-doc_ProduktWer wissen möchte, wie die Süßigkeiten ins Glas kommen, dem sei dies „making of“ bei youtube empfohlen.
[youtube=“http://www.youtube.com/watch?v=6apNRoXBE0E„]

Für alle die jetzt diese Medizin auch gerne bestellen möchten hier der Hinweis, dass der candy doc zwar nach Deutschland versendet, dies aber (vordergründig) recht teuer ist.
Es werden 10 € für den Versand nach Deutschland fällig.
Wenn man allerdings bedenkt, dass die reinen Versandkosten von A nach D 9,80 Euronen betragen, ist das fast schon wieder ein Sonderangebot.

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Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von candy doc.

UPDATE 10.12.2014
Den Shop gibt es leider nicht mehr. Der Candy Doc wird sich zukünftig nur noch dem Großkundengeschäft widmen. Der kleine Mann schaut wieder in die Röhre 🙁

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.

1 Kommentar

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