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Buchrezension: Lakritz – Traktat einer Reise in die Welt der schwarzen Süßigkeit

Mehrfach war das Buch „Lakritz – Traktat einer Reise in die Welt der schwarzen Süßigkeit“ von Klaus-D. Kreische hier Thema und heute kommt sozusagen das große Finale: Die Rezension 🙂

Ein paar Worte zum Autor: Eine Ausbildung in der gehobenen Gastronomie, ein Studium der Kultur- und Literaturwissenschaften und ein Job in Berlins erstem Lakritzfachgeschäft, diese drei Faktoren motivierten Klaus-D. Kreische zu der umfassenden Recherche über das Thema ›Lakritz‹ und führten zur Buchidee für das „Lakritz-Traktat“.

In diesem Thema vereinigen sich für Klaus die kulinarische Freude an Lakritz und die wissenschaftliche Neugier an dessen unbekannter Geschichte.

Nach mehr als zweijähriger Vorarbeit, aufwänidgen Recherchen und einigen Hemmnissen, ist es dem Autor gelungen ein Werk zu schaffen, dass Licht ins Dunkle der Lakritzgeschichte bringt, mit z.T. gängigen Vorurteilen aufräumt und auch dem vermeintich gebildeten Lakritzliebhaber immer wieder Neues und auch Überraschendes offeriert.

Das Buch gliedert sich in 10 Kapitel, die jeweils verschiedenste Aspekte der schwarzen Leckerei betrachten.
Vom Grundstoff Süßholz und dessen Jahrhunderte alter Bedeutung in der Medizin wird ebenso berichtet wie über seine Rolle als nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor.
Der Einfluss auf unsere Sprache ist ebenso ein Thema wie der mystisch-magsiche Einsatz von Lakritz in der Vergangenheit.
Auch den kulinarischen Aspekten ist Raum gegeben; es finden sich u.a. auch sieben Kochrezepte mit Lakritz in dem Buch.

Besonders gefallen hat mir, dass sich viele Aspekte wiederholen und sich dem interessierten Leser somit Zugriff auf ein dichtes Mosaik von Entwicklungen und Abhängigkeiten eröffnet.
Jede Menge Fußnoten und Quellennachweise bieten die Möglichkeit sich weitergehend mit einem Thema zu befassen.
Bemerkenswert finde ich auch die 65 Abbildungen. Info am Rande: Alle Bilder wurden von den Rechteinhabern unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Find‘ ich gut 🙂

Ein kleiner Wermutstropfen ist m.E. der Umstand, dass es kein Stichwortverzeichnis gibt 🙁

Es handelt sich auf keinen Fall um Trivialliteratur und man/frau kann es nicht einfach so „weglesen“; ein Sachbuch im besten Sinne.
Der lakritzophilen und interessierten Leserschaft jedoch bietet es viele Informationen, eingehüllt in den ganz eigenen Schreibstil von Klaus-D. Kreische.
Mir persönlich war das Lesen ein echtes Vergnügen und bietet mir auf längere Sicht Ansätze mich noch mehr mit meiner Lieblingsleckerei zu beschäftigen 🙂

Mein Fazit: Klaus-D. Kreische ist es gelungen das neue Standardwerk der Lakritzologie zu verfassen 🙂

  • ISBN: 978-3-941895-31-7
  • Klappenbroschur
  • ca. 300 Seiten; mit 65 sw-Abbildungen
  • Preis: 14,90

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.