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Vor Ort: KaDeWe Feinkostabteilung, Berlin

Ich muss es eigentlich nicht noch mal erwähnen vermute ich, mache es aber trotzdem um auch neuen Leserinnen und Lesern dieses schwarzsüßen Blogs gerecht zu werden: Der Lakritzplanet war in Berlin!

Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt um vor Ort zu testen, was das Lakritzangebot der Hautptstadt so hergibt; schließlich hat Berlin die höchste LSD (Lakritz-Shop-Dichte) in Deutschland und ist somit ja auch unsere Lakritz-Hauptstadt 🙂

Aber ich schweife ab und will jetzt zum Thema kommen. Lakritzeinkauf im Kaufhaus des Westens, (KaDeWe), das für seine Feinkostabteilung mehr als bekannt ist.
Also bin ich froh gestimmt und voller schwarzsüßer Erwartungen ins KaDeWe rein, habe Bulgari, Vuitton und Kollegen links liegen lassen und bin schnurstracks mit dem Aufzug ins 6. OG geschwebt, wo sich besagte sagenumwobene Feinkostabteilung befindet.

Zunächst wurde ich erstmal erschlagen vom Anblick so vieler und ebenso edler wie teurer Produkte. Von A wie Austern (sehr lecker) über K wie Konfitüre und S wie Schokolade bis hin zu Z wie Ziegenkäse. Ungelogen eine Riesenauswahl erlesener Fressalien; ein Augenschmaus 🙂

Dann, endlich entdecke ich zwischen der ganzen Schokolade und anderen Süßigkeiten auch das Ziel meine Wünsche, die Lakritzabteilung. Moment mal, habe ich Abteiloung gesagt? Ein einsamer und lieblos gestalteter Verkaufsständer stellt das gesamte Angebot des KaDeWe in der Feinkostabteilung dar 🙁

Bemühte man sich doch bei allen anderen Produkten, eine anprechende Präsentation zu bieten, so belässt man es bei Lakritz mit einfachen Plastikboxen, wie ich sie bei NORMA oder LIDL erwarten würde.
Ich wollte aber nicht vorschnell urteilen und hoffte ja noch auf neue und aufregende Geschmackserfahrungen.
Leider weit gefehlt 🙁
Es gibt zwar tatsächlich 18 verschiedene Lakritzprodukte, vorwiegend Gießlakritz, die sind jedoch durchweg von eher schichter Herkunft (Katjes, HARIBO, …) und reißen keinen Lakritzliebhaber von den Socken.
So Sachen wie Anisbärchen, Dominolakritz, Violas, Hexenheuler, Lakritzhäuser und dragierte Salinos kauft man für gewöhnlich an der Bude (Kiosk); jedenfalls im Ruhrgebiet 🙂

Ich war ja vom Austernfrühstück gut gestärkt und habe dieses niederschmetternde Ergebnis erstmal ganz gut überstanden.
Dann konnte ich ja nicht anders als auch Proben zu nehmen und mich mal mit dem Preisgefüge vertraut zu machen.
Da kosten 100 Gramm doch tatsächlich stolze 1,99 Euro. Na, das ist dem 6. OG des KaDeWe ja mal angemessen, auch wenn ich es im Endeffekt für ziemliche Abzocke halte.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Preis weder an der Ware ersichtlich ist, noch nach dem Abwiegen auf dem Kassenbon erscheint. Meine Nachfrage nach dem Preis verwunderte die Mitarbeiterin auch sichtlich.

Fazit: Ein Lakritzfiasko!
Teure Profanprodukte statt Permiumlakritz. Hier hat KaDeWe noch deutlich Verbesserungspotenziale.
Wer in Berlin Lakritz kaufen möchte hat ja jede Menge Alternativen, von profan bis edel, zu angemessenen Preisen.
KaDeWe hingegen ist. mal so rein lakritztechnisch, ein „no go“!

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.

4 Kommentare

  1. Pingback: Vor Ort: Candy Shop, Hauptbahnhof Stuttgart › Lakritzplanet

  2. Hans-Jörg Helm

    27/07/2015 @ 16:26

    Kann man die leckeren Sachen auch in Kiel kaufen – oder in Berlin?

    Herzlichen Gruß
    Hans-Jörg Helm

    Antworten

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