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Lakritzvergiftung, juicy transversions making your dick ache

Im feedreader fällt mir doch neulich das Wort Lakritzvergiftung ins Auge. Musste ich natürlich sofort mal schauen, was da wem passiert sein soll. Schnell konnte aber Entwarung gegeben werden. Bei dieser Lakritzvergiftung handelt es sich um den Titel eines Gedichtbandes von CRAUSS (Homepage, Wikieintrag).

Crauss gilt laut Berliner Tagesspiegel als „einer der wahren Stars der jüngeren deutschen Literatur.“
Der Autor war einmal für eine kurze Zeit lang Museumstänzer… vor allem aber ist er Dichter und tingelt auch durch Textspelunken.
LAKRITZVERGIFTUNG enthält „juicy transversions making your dick ache“, Gedichte aus Crauss’ Tourprogrammen in neuen Fassungen und zusätzlich übersetzt in zehn Sprachen: von Siegerländer Platt über Georgisch bis Chinesisch.
„Mein kopf ist ein nachtklub,“ schreibt der Dichter – und meint es ernst. Poeme wie „die Frau die neben mir wohnt“ oder „Untersuchung der Körperwiesen“ sind Liebesgedichte in einem ganz eigenen Sound: klassische Themen werden im Alltäglichen sichtbar, Mythen und Märchen gegenwärtig.
Die melancholische Selbstschau eines von zuhause geflohenen wechselt mit der kräftigen Erotik.
„Ein atemberaubendes Musikstück vermag in den Wunsch zu münden, es wieder und wieder zu hören“, schreibt Ulrich van Loyen. „kann aber ein Gedicht in diesem Sinn Projektionsfläche für Wünsche sein? bei Crauss gelingt dies!“ Crauss musiziert nicht getragen, nicht lento, sondern con fuoco.

Quelle: crauss.de

Der Autor / Bildquelle: screenshot

Hier gibt es eine Leseprobe.

  • VERLAGSHAUS J. FRANK | BERLIN 2011
    quartheft 29
    Edition Polyphon
  • 180 Seiten
  • Softcover
  • ISBN: 978-3-940249-96-8
  • 16,90 EUR

Autor: Christian K.

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2 Kommentare

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