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Vorurteile und Fehleinschätzungen

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Vorurteile und Fehleinschätzungen doch gegenüber der schwarzsüßen Köstlichkeit existieren.
Hier eineige krasse Fehlinformationen, die mir in der letzten Zeit über den Weg gelaufen sind:

Eine anonyme Twitter-Userin meinte in ihrem Tweet wohl ironisch:

Lakritze sind getrocknete Entenfüsse.

Ich fand es ausnehmend amüsant 🙂

Einen andere Phantasie findet sich in dem Blog „tex-block„:

Wie wird eigentlich Lakritz hergestellt… meiner Meinung nach sind das Autoreifen in Streifen (aber ich möchte ja niemanden beleidigen, die das Zeugs mögen :p)

Wenigstens erübrigt sich hier jede form von Kommentar 🙂

Twitter-User @SamuelBrack veröffentlichte diesen Tweet:

Eine Urban-Legend die ich noch nicht kannte: Lakritze besteht aus Pferdeblut http://is.gd/5R3ZI rofl

Da schreibt die Nutzerin Feuerlady unter www.ciao.de 🙁

Ich habe nachgefragt, bei uns im Laden um die Ecke, woraus Lakritzstangen und so weiter hergestellt werden. Die Verkäuferin antwortete, daß ich keine Lakritze mehr essen würde, wenn ich es wüßte.
So erwähnte ich, daß man mir als Kind erzählt hatte, daß Lakritze aus Pferdeblut sei und ich jedoch der Meinung bin, daß es sich um Kinderspaß handle und man soetwas sicher chemisch herstellen würde.
Darauf erklärte mir die Verkäuferin, daß sich daran nichts geändert hätte und man Lakritz immer noch auf natürlichem Wege, aus Pferdeblut, herstellen würde.
Nun wollte ich es ganau wissen und hinterfragte auch, ob es bei dem Haribokonfekt und Schnecken ebenso sei. Sie nickte bejahend den Kopf.
Da ich persönlich keinerlei Blut essen möchte, weder in Blutwurst noch in Lakritz, hatte die Verkäuferin recht behalten, nun werde ich keine mehr essen. Schade, hatte mir doch von Zeit zu Zeit geschmeckt.
Es ist ja eine ganz persönliche Sache, was man essen möchte und was nicht. Wer will, der soll…
Ich finde es nur schade, daß es auf der Zutatenliste nicht erwähnt wird und fühle mich als Verbraucher etwas hintergangen.
Man weiß wirklich nicht mehr, was man ißt.

Dort findet sich aber auch eine angemessene Gegendarstellung des gut informierten Nutzers PacmanBrhv, der aber nicht mehr auf www.ciao.de aktiv ist:

Hallo Feuerlady, hier die beruhigende Antwort vom Haribo-Konzern, die ich heute per Post erhalten habe : Es schreibt eine Frau Simone Lethert (Öffentlichkeitsarbeit Haribo) : Unser Haribo-Sortiment enthält weder Pferdeblut noch andere ähnliche Blutzusätze, da dies weder ernährungsphysiologisch noch technisch sinnvoll wäre. Die dunkle Farbe der Lakritzartikel kommt ausschließlich durch die Inhaltsstoffe brauner Zuckersirup und Lakritze zustande.

Fazit: Die Nummer mit dem Pferdeblut ist einfach Schwachsinn 🙂 Gut zu wissen!

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.