Artikelformat

Die Hexe Lakritze

Die populäre Kinderbuchautorin Eveline Hasler (u.a. ausgezeichnet mit dem Schweizer Kinderbuchpreis) nennt die Heldin einer ihrer Kinderbuchreihe „Die Hexe Lakritze“.
Hasler, Eveline; Die Hexe Lakritze (gibt es übrigens auch als Schulausgabe für die 2. bis 3. Klasse)

Die Hexe Lakritze
Beschreibung:

Auch einem Hexenmädchen wie Lakritze fällt es oft schwer, morgens früh aufzustehen, um pünktlich in der Schule zu sein. Selbst der Wunderwecker vom Zauberlehrer Zinnobro und der neue Hexenbesen helfen nicht immer, wenn man noch sooo müde ist. Fällt auch Menschenkindern das Lernen manchmal nicht ganz so leicht? Die neugierige Lakritze verhext sich in eine Fliege und sitzt plötzlich hoch über den Kindern an der Decke des Klassenzimmers…
Quelle: www.rowohlt.de

ISBN: 3-499-20273-5

Auch ein Nachfolgeband ist erschienen: Die Hexe Lakritze und die Zauberkugel

Beschreibung:

Das Kinderbuch „Hexe Lakritze und die Zauberkugel“ von Eveline Hasler handelt, wie schon der Titel andeutet, vom Leben einer kleinen Hexe namens Lakritze, die in der Schule verkündet, dass ja heute ihr Geburtstag sei. Sie möchte gleichzeitig alle Schülerinnen, sowie den Lehrer Zinnobro zu ihrem Geburtstag einladen. Zum Essen gibt es feine Kräuterpfannkuchen und Brombeerreis mit Erdbeersahne, sodass sich keine der Schülerinnen lange bitten lässt.
Vergnügt wird der Geburtstag der Hexe Lakritze gefeiert. Allerdings muss sie am Ende feststellen, dass ihr schneller Besen gegen den alten Besen der Windhexe ausgetauscht wurde. Die freche Windhexe wiederum saust kichernd an ihr vorbei. Glücklicherweise haben die Hexen aber in der Schule die Kunst des Wünschens erlernt, sodass sich Lakritze sogleich wünscht, die böse Windhexe möge doch vom Besen fallen. Tatsächlich funktioniert das auch, und die kleine Diebin fällt in ein Krähennest, wo sie die Bekanntschaft von Krok und Krak machen darf. Der Besen saust nun allerdings immer noch durch die Lüfte.
Da kann wohl nur der Zauberer Zinnobro helfen …
Wenn man das Buch nur in den Händen hält, fallen dem Betrachter und eventuellem Leser sofort die wunderschönen, großen und auch kindgerechten Zeichnungen – die sowohl Witz wie auch Charme besitzen, zugleich aber nicht aufdringlich sind – von Ulrike Mühlhoff auf. Beispiele hierfür sind kleine Nebensächlichkeiten wie Vögel mit lustigen Hüten aber auch die Hexe Lakritze und ihr Drache Schloff selbst, welche durchaus nett und fröhlich bunt sind, sowie die überaus hübsche Idee, die kleine Hexe in einer Teekanne mit Fenstern und Türen wohnen zu lassen.
Weiterhin ist das Buch in kurze, abgerundete Kapitel eingeteilt. Die Worte sind groß gedruckt und auch der entsprechende Zeilenabstand sollte Leseanfängern das Lesen sehr erleichtern. Zusätzlich sind die Seiten nicht zu voll geschrieben. Allerdings ist durch den großen Anteil an weiblichen Hauptpersonen das Buch vielleicht primär für Mädchen gedacht, wobei ich keinen Grund sehe, warum Jungen nicht genauso ihre Freude daran haben sollten.
Die Geschichte ist spannend und lässt sich außerdem auch sicherlich gut vorlesen. Dieser Effekt wird dadurch noch unterstrichen, dass Laute, welche zum Beispiel das Besenfliegen untermalen sollen, ausgeschrieben werden (psü-ü-ü-t) oder die Hexensprüche sich lustig reimen und, da sie sich meistens auf Arm- bzw. Fußbewegungen beziehen, nebenbei auch zum Mitmachen einladen.
Thematisiert wird in diesem Buch beispielsweise Eifersucht, aber auch Mitleid, die Fähigkeit zu vergeben und Überlegenheit nicht auszunutzen. Auch der Bereich der Wünsche kommt nicht zu kurz. Allerdings lässt sich sagen, dass diese Themen nicht unbedingt im Vordergrund stehen, sondern hinter der Geschichte mitschweben, sodass man auf keinen Fall befürchten muss, dass hier mit dem Holzhammer versucht wird eine gewisse Moral zu überbringen.
Fazit: Empfehlen lässt sich dieses Buch besonders Leseanfängern oder Personen, die Kindern gerne etwas vorlesen möchten. Für beide Bereiche eignet es sich überaus gut, da es nicht zu ernst ist, sondern stets fröhlich und frisch wirkt. Die erste Geschichte der Hexe Lakritze muss man dabei nicht kennen, es ergeben sich keinerlei Verständnisprobleme.
Quelle: www.grimoires.de

ISBN: 3-401-08744-4

Autor: Christian K.

Lakritzfan, Lakritzblogger, Lakritzverschenker, Lakritzsomelier und Herrscher des Lakritzplanten. Auch zu finden bei Twitter, Facebook und Google+.

3 Kommentare

  1. Pingback: Der Spion der Lakritz hasst «

  2. Pingback: Lakritz und Gummistiefel «

  3. Pingback: Lakritz und reisende Bücher «

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.